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Liebelei

von Arthur Schnitzler
(1862-1931)

Inszenierung: Marion Rothhaar

Die Regisseurin hat in Luxemburg vom gleichen Autor bereits « Anatol » und die Monologe « Fräulein Else & Leutnant Gustl » aufgeführt.

Assistenz: Corinne van der Zande

mit: Katharina Bintz – Rosalie Maes – Konstantin Rommelfangen -Timo Wagner – Jean-Paul Maes – Edda Petri – Jean-Guillaume Weis
mit vier jungen Luxemburger Nachwuchstalenten in den Hauptrollen

Schloss Bettemburg:
25.5.2016 – 20:00
27.5.2016 – 20:00
28.5.2016 – 20:00
29.5.2016 – 17:30
2.6.2016 – 20:00
3.6.2016 – 20:00
4.6.2016 – 20:00
Telefon/reservatioun: (+352) 621 74 37 34
Montag bis Freitag: 9:00 – 17:00

 

 

 

Der als Sohn eines jüdischen Medizinprofesssors am 15. Mai 1862 in Wien geborene Schnitzler, studiert zuerst Medizin und wird Nervenarzt. Nach ersten Erfolgen mit Erzählungen und Bühnenstücken, wird er bald neben Hugo von Hofmannsthal der maßgebende österreichische Dramatiker. Als genauer Beobachter des Wiener Bürgertums, legt er die verborgendsten Wunschbilder, vor allem erotischer Gefühle, bloß, bleibt dabei ein kühner, skeptischer Beobachter, ohne jegliches Pathos und moralischen Eifer. Die Brüchigkeit seiner Gestalten ist nur registriert, der eigenen Epoche wird der Spiegel vorgehalten, ohne daraus Folgerungen zu ziehen. Seine Menschen sind elegant und verspielt, befinden sich in der ständigen Jagd nach Lebensgenuss und leiden doch gleichzeitig an innerer Leere und Lebensmüdigkeit; sie bezeichnen sich ironisch-lässig als „dekadent“ und beobachten doch angstvoll ihre Passivität gegenüber dem Leben, fürchten ihren Untergang.

„Schnitzler war ein unbestechlicher Analytiker des Gefühls, und deshalb kommen seine Tragödien heiter daher.“ 

Der Spiegel

So auch das 1895 uraufgeführte Stück:
LIEBELEI

Christine Weiring, die Tochter eines Theatermusikers, hat von ihren Eltern klare Vorstellungen davon mitbekommen, was „sauber“ ist. Für sie ist es ganz selbstverständlich, dass sie nur einmal in ihrem Leben wird lieben können und dann nie wieder. Völlig ahnungslos lässt sie sich von dem leichtlebigen Reserveoffizier Fritz umwerben und glaubt, in dem charmanten jungen Mann die Liebe ihres Lebens gefunden zu haben. Aber Fritz, der aus reichem Haus kommt und jetzt an der Universität ein Bummelstudium betreibt, hat wenig übrig für die kleinbürgerlich enge Welt seiner Geliebten, ihm geht es nur um eine „Liebelei“. Neben Christine ist er noch in eine attraktive verheiratete Frau verliebt und lässt auch dort seine Entdeckerfreuden spielen. Zuweilen hat er zwar Angst, der betrogene Ehemann könne alles herausfinden, aber diese Befürchtung verdrängt er. Und so kommt es zur Katastrophe: Eines Tages findet der wutschnaubende Gatte bei seiner Frau verfängliche Liebesbriefe und fordert den Verfasser zum Duell.

Bevor er zum Zweikampf aufbricht, besucht Fritz noch die völlig ahnungslose Christine in ihrer „bescheidenen“ Wohnung, in der sie mit dem Vater lebt. Er spürt, wie sehr sie ihn liebt, und reißt sich, gequält von Todesahnung, unter dem Vorwand, verreisen zu müssen, von ihr los.

1933 hat Max Ophüls das Werk verfilmt.