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Text von Fanny Sorgo (zusammen mit dem Ensemble)
nach Motiven von W. Shakespeare, W. S. Gilbert, Tom Stoppard u.v.a.

mit Timo Wagner und Franz Liebig
Regie Daliah Kentges
Dramaturgie Sarah Rock

Premiere am Mittwoch, den 22. April 2020
weitere Vorstellungen am 24. 25. 27. und 29. April
um 20 Uhr im Kasemattentheater

Eine Produktion des Kasemattentheaters

Rosenkranz und Güldenstern, Studienfreunde von Prinz Hamlet, werden an den Hof des dänischen Königs Claudius gerufen. Sie sollen den renitenten Stiefsohn und Thronfolger aufheitern und politisch auf Linie bringen. In dem dänischen Machtkampf und Generationenkonflikt stehen die beiden Studenten damit eigentlich auf der falschen Seite. Rosenkranz und Güldenstern wissen auch nicht, dass sie durch ihre Autoritätsgläubigkeit am Ende ihr eigenes Leben aufs Spiel setzen. Nachdem die beiden den Auftrag erhalten, Hamlet nach England zu bringen, erleben sie den Tod des Premierministers Polonius mit. Nach Hamlets Abreise verfällt dessen Tochter Ophelia augenscheinlich dem Wahnsinn. Auf der Schiffsreise entdeckt Hamlet die Anweisungen seines Stiefvaters Claudius an den englischen Regenten, den Prinzen schnellstmöglich zu „entsorgen“. Während Rosenkranz und Güldenstern in ihren Kajüten schlafen, tauscht Hamlet den Brief des Königs gegen eine Fälschung aus, welche nun die Hinrichtung seiner beiden Begleiter erbittet. Kurz darauf werden die beiden durch den Angriff von Piraten geweckt. Hamlet springt in der Hitze des Gefechts auf das Piratenschiff. Doch was passierte danach mit Rosenkranz und Güldenstern? Nachdem das große Sterben am dänischen Hofe ein Ende gefunden hat, trifft der englische Botschafter dort ein, um vom vermeintlichen Tode der beiden zu berichten. Doch stimmt es wirklich, dass Rosenkranz und Güldenstern in England hingerichtet wurden? Ganz neuen, unverifizierbaren Gerüchten zufolge, wurden sie von den Piraten auf einer einsamen Insel einfach ausgesetzt und haben England nie erreicht. Und dort sitzen sie sehr, sehr lange, haben Zeit sich über den Sinn des Ganzen und ihre Rolle darin zu unterhalten. Warum haben sie die Politik des „weiter so“ von Claudius und Polonius gegen Hamlet unterstützt. Wann hätten sie bemerken müssen, dass etwas schiefläuft? Und was lief da eigentlich mit Ophelia? Warum hat niemand ihr zugehört? Vielleicht hatte gerade sie etwas Wichtiges zu sagen? Während diese und andere Fragen erörtert werden, steigt, um sie herum, unaufhörlich das Wasser.